Kultur und Brauchtum im Sarntal - Südtirol

Das# Klöckeln

Erzählt von Frau Maria Kröss-Spögler, Brauchtumsexpertin

Das "Klöckeln" ist ein alter Adventsbrauch, der früher im ganzen Alpenraum verbreitet war. Im Sarntal ist dieser Brauch bereits seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar und hat sich in einer besonders urtümlichen Form bis auf den heutigen Tag erhalten.

Der Name "Klöckeln" kommt von "klocken", was nach dem Sarner Dialekt soviel wie "klopfen" bedeutet. Die drei Klöckelnächte sind die Donnerstagabende im Advent noch vor der Wintersonnenwende.
Mit Lärm, Getöse und Bockhorntuten ziehen Gruppen vermummter Männer von Haus zu Haus und heischen um Gaben. Sie singen dabei zwei Lieder, das Klöckellied und das Danklied, beide nach einer alten überlieferten Melodie. Eine besondere Rolle spielen beim Klöckeln zwei als Ehepaar verkleidete Männer, die "Zussler".
Der Ursprung dieses seltsamen Brauches ist ungeklärt. Einige Forscher vermuten die Wurzeln in vorchristlicher Zeit. Sie bringen ihn mit dem Fruchtbarkeitsglauben heidnischer Vorfahren in Verbindung. Andere wiederum verweisen auf eine christliche Entstehung.

Adventsbrauch - Das Klöckeln

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