Das dritte und letzte Rennen der Europacup-Woche in Reinswald hat heute der US-Amerikaner Christopher Beckmann gewonnen. Der 21-Jährige bewältigte die 2300 Meter lange Strecke in 1.33,09 Minuten.
Der heutige Super-G war an Spannung kaum zu überbieten. Ständige Führungswechsel und äußerst knappe Zeitabstände standen auf der Tagesordnung. Als im Ziel bereits alle mit einem Zweifachsieg durch Christoph Alster (Österreich) und Olivier Brand (Schweiz) rechneten, die zeitgleich das Ziel nach 1.33,19 erreicht hatten, ließ Beckmann mit der hohen Startnummer 59 die beiden Führenden noch hinter sich. Hinter dem Amerikaner schob sich Stefan Thanei aus Burgeis noch auf den zweiten Platz. Mit der Startnummer 64 war er nur acht Hundertstelsekunden langsamer als der US-Boy. Die Sonne, die ab dem 50. Läufer die Wolken durchbrach, machte die Strecke immer schneller und ermöglichte auch mit hohen Startnummern noch gute Zeiten. Etwa für den 18-jährigen Ultner Dominik Paris. Er ging als vorvorletzter Läufer ins Rennen und wurde mit der Startnummer 94 noch Fünfter. Insgesamt waren 96 Rennläufer am Start. Die ersten 48 Speed-Spezialisten lagen innerhalb einer Sekunde. Mit Manfred Mölgg war heute erneut der Slalom-Vizeweltmeister als Vorläufer am Start. Unter die zahlreichen Zuschauer mischten sich Landshauptmann Luis Durnwalder und der Sarner Bürgermeister Franz Locher. Auch zahlreiche FISI-Funktionäre überzeugten sich vor Ort von der hervorragenden Arbeit des Organisationskomitees rund um Präsident Konrad Stauder. 70 freiwillige Helfer haben die drei Tage in Reinswald zu einem unvergesslichen Erlebnis im EC-Zirkus gemacht.
Stimmen zum Rennen
Christopher Beckmann (USA), Sieger
Ich bin überglücklich über meinen ersten Europacup-Sieg. Natürlich hatte ich heute auch das Glück auf meiner Seite, denn die Sonne kam kurz vor meinem Start heraus und machte die Piste verdammt schnell. Die Strecke selbst ist selektiv, ich finde sie großartig. Nun konzentriere ich mich auf die Rennen in Chamonix und hoffe, dass ich auch dort weit vorne lande.
Stefan Thanei (Burgeis), Zweiter und bester Südtiroler
Ich hatte heute viel Glück, denn mit der hohen Startnummer konnte ich auf eine immer schnellere Strecke gehen. Der zweite Platz macht mich sehr glücklich, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Reinswald im Sarntal hat mir Glück gebracht, denn ich nehme 400 Europacup-Punkte mit, die auch im Hinblick auf die Gesamtwertung sehr wertvoll sind. Seit Neujahr bin ich ständig unterwegs, ich bin froh, dass ich jetzt zu Hause drei Tage lang ausspannen kann.
Dominik Paris (Ulten) preschte mit der Startnummer 94 noch auf Platz fünf
Der fünfte Platz kommt für mich völlig überraschend. Ich kann es eigentlich noch gar nicht richtig fassen. Am Start habe ich mir vorgenommen, ein gutes Rennen zu absolvieren. Dass ich aber so weit vorne landen würde, hätte ich mir nie träumen lassen. Heute bin ich mein zweites EC-Rennen gefahren, im Vorjahr durfte ich hier in Reinswald die Abfahrt bestreiten.
Für weitere Informationen:
Hannes Kröss
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