Hirten in bester Laune mit „Schmitz“ am Hut und schön geschmücktes Almvieh mit riesigen Glocken: Das sind die Attribute eines jeden Almabtriebes.
Der Hirte Albert Gurdin und der Wirt von der Auener Alm, Franz Heiss haben diesen ersten offiziellen Almabtrieb von der Auener Alm zur Sarner Skihütte in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein Sarntal organisiert. Über Tage hatte der Hirte Albert den schönen Kopfschmuck und die gewaltigen Glocken mit gestickten Riemen für sein Almvieh vorbereitet. Viele Wanderer und Zuschauer, sowie Bauern der Interessentschaft Auener Alm, insgesamt sechs befreundete Hirten haben sich diese „Heimkehr“ von der Alm mit anschließendem Almfest auf der Sarner Skihütte nicht entgehen lassen.
Hüttenwirt Franz Heiss und seine Mannschaft tischten allerlei Köstlichkeiten auf und die Gruppe „Die lustigen Sarner“ sorgte für den musikalischen Schwung. 160 Stück Vieh hatte der Hirte Albert Gurdin den ganzen Sommer lang auf der Auener Alm zu hüten. Insgesamt 55 Stück nahmen am Almabtrieb teil. 16 Bauern genießen übrigens das Weiderecht auf der Auener Alm und sie waren alle dabei, um ihr Vieh in Empfang zu nehmen. Schön geziertes Grauvieh, Scheckvieh und auch einige Haflinger zogen unter lautem Glockengeläute und schnalzenden „Goaseln“ von der Auener Alm zur Sarner Skihütte. Sichtlich genoss das Vieh auf der Wiese vor der Sarner Skihütte noch den saftigen „Poufle“, denn die Weide auf den Almen war auf Grund der widrigen Witterungsverhältnisse in den letzten Wochen nicht mehr all zu gut.
Zufrieden über die abgelaufene Almsaison zeigte sich auch Almmeister Florian Aster, denn es ist kein Vieh zu Schaden gekommen, was für einen Hirten schlussendlich das größte Kompliment am Ende der Almzeit bedeutet.
Fotonachweis: Walter Perkmann
